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Tag 5
Donnerstag, 15. Februar 2007, 17:26
Der Tag beginnt mit einem Frühstück, dass von unserer Jugendherrbergsmentalität geprägt ist: Fressen bis zum Umfallen, weil umsonst.
Einer der Zivis empfiehlt uns eine Strandpromenade des nahegelegenen Dorfs anzusehen. Kurz darauf spuckt uns der Zug aus. Das Dorf ist wirklich wunderbar ruhig und am Meer gelegen. Nach längerem Flanieren finden wir heraus, dass wir auch die Möglichkeit haben anstatt des Zugs einen Bus zu nehmen. Ziel ist ein Dreistädtegebilde, dass Markus vom Namen her kennt. Die entscheidenden fünf Minuten vor Ankunft des Busses verbringen wir mit Einkaufen, dass ziemlich genau sechs Minuten dauert. Dank dieser Aktion sehen wir beim folgenden Laufen zum Dreistädteklumpen die Küste, die wunderschön ist. Felsplattengebilde mit angeschlossenen grünen Wiesen, von weissem Schaum der brechenden Wellen angegangen.
Am Abend dieses Tages wird sich Markus auf eine Bank setzen und sagen: „Lauf Du weiter und such nach einer Herberge.“ Und mir ein Kompliment zur Zähigkeit machen.
Einer der Zivis empfiehlt uns eine Strandpromenade des nahegelegenen Dorfs anzusehen. Kurz darauf spuckt uns der Zug aus. Das Dorf ist wirklich wunderbar ruhig und am Meer gelegen. Nach längerem Flanieren finden wir heraus, dass wir auch die Möglichkeit haben anstatt des Zugs einen Bus zu nehmen. Ziel ist ein Dreistädtegebilde, dass Markus vom Namen her kennt. Die entscheidenden fünf Minuten vor Ankunft des Busses verbringen wir mit Einkaufen, dass ziemlich genau sechs Minuten dauert. Dank dieser Aktion sehen wir beim folgenden Laufen zum Dreistädteklumpen die Küste, die wunderschön ist. Felsplattengebilde mit angeschlossenen grünen Wiesen, von weissem Schaum der brechenden Wellen angegangen.
Am Abend dieses Tages wird sich Markus auf eine Bank setzen und sagen: „Lauf Du weiter und such nach einer Herberge.“ Und mir ein Kompliment zur Zähigkeit machen.
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Tag 4
Donnerstag, 15. Februar 2007, 17:24
Morgens weckt uns ein leichter Regen. Im Angesicht des Meeres nehmen wir die letzten Reste unseres Essens ein, beobachten Surfer und machen uns dann auf den Rückweg, der mal wieder in Laufen ausartet. Beim Durchqueren des Industriegebiets von Bayonne blitzt bei mir der Zusammenhang von blauen Gauloises und französischen Arbeitsbedingungen auf: beides recht hart.
Verkürzt: Abends haben wir es in eine Jugendherberge geschafft, die von drei deutschen Surfer-Zivis geführt wird. Wir waschen die rauchigen Sachen, fressen weitere französische Spezialitäten (schon wieder alle Läden zu weil zu spät) und erwarten den nächsten Tag.
Verkürzt: Abends haben wir es in eine Jugendherberge geschafft, die von drei deutschen Surfer-Zivis geführt wird. Wir waschen die rauchigen Sachen, fressen weitere französische Spezialitäten (schon wieder alle Läden zu weil zu spät) und erwarten den nächsten Tag.
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Tag 3
Donnerstag, 15. Februar 2007, 17:19
Wir beschliessen Andorra zu verlassen. Die Möglichkeiten sind ebenso absehbar wie die Anzahl der Passagiere im Bus auf der Hinfahrt. Zur Wahl stehen: eine lange Fahrt durch Spanien, eine kürzere aber ungewisse Fahrt durch Frankreich oder gar ein Leihwagen für 160 Euro am Tag.
Kommentar Markus:"Ich will den verschissenen Wagen doch nur mieten - nicht kaufen".
Letztendlich entscheiden wir uns für die Flucht über Frankreich. Ein morgendlicher Lauf hinunter nach Andorra la Vella bringt uns zum Bus, der bis an die Grenze Andorras (Durchmesser 60km) fährt. Eine Konsumlandschaft entschwindet unserem Blick, frohen Mutes blicken wir nach vorne. In unserer Tasche noch der Joker: wenn wir keinen Anschlussbus finden: laufen. Von Andorra immer bergab, nach Frankreich hinein. Und doch: ein Bus existiert. An der ersten französischen Zugstation warten wir. Es ist die Gelegenheit, wo Markus von einem geistig
Gestörten geschlagen wird. Wobei ich froh bin, dass er nicht zurückgeschlagen hat.
Weiter mit dem Zug in welchem wir die Gelegenheit haben, unsere Französischkennnisse zu demonstrieren. Markus redet mit Kopf, Hand und Herz und was sein Körper gestikalisch produziert führt beim Schaffner wenigstens dazu, uns günstige Fahrkarten zu verkaufen und uns davon abzuraten, in einem kleineren Ort auszusteigen und uns quer durchs Land zu schlagen. Denn es ist, so sagt er uns, Dimanche. Sonntag also (an anderer Stelle meine Erkenntnis, dass Di wohl doch nicht Dienstag heisst). Zwischenstation Toulouse. Weiter nach Bayonne, Küste vom Atlantik.
Spätabens kommen wir an und kaufen uns in einem Spezialitätenladen noch das, was Frankreich sonntagabend kulinarisch hergibt: Käse, Brot, Wein (den günstigen großen) und Wurst. Wobei der Franzose uns bei der Wurst zur günstigeren hin überredet. Nur in meinem Kopf: "Jungs, bei dem kulinarischen Niveau das ihr beim Wein an den Tag gelegt habt, wird Euch auch die günstige Wurst reichen". Weiter in Richtung Strand. Es ist stockdunkel und Markus kennt die Gegend -eigentlich. Was uns nicht davon abhält, Stunden auf der Suche nach dem Meer herumzuirren. Eine tote Gegend, alle Straßen leer, nur Mofas rasen kurios und suspekt durch die Gegend. Horchend (Markus) und kombinierend (ich) tasten wir uns ans Meer heran. Wobei ich das Meer nicht höre, Markus aber der Orientierungssinn abgeht ("Hey: diese Bahnstrecke führt der Richtung nach ins Meer. Dann kann da aber kein Meer sein"). Schließlich, gegend Mitternacht kommen wir am Meer an. Es ist saukalt und wir nehmen das letzte Nachtmal im Angesicht des dunkel grollenden Meers ein. Danach schlafen - hinter den Dünen an einem kleinen Feuer.
Wobei das im Februar überhaupt nicht angebracht ist. Gegen drei nachts, während mein Kopf noch versucht ist, den simplen Zusammenhang zwischen eisiger Kälte und Nichtschlafenkönnen zusammenzufügen, sehe ich schemenartig Markus, wie er weiteres Holz heranschafft. Klar im Vorteil ist also, wer mehr als zwei Sachen kombinieren kann.
Kommentar Markus:"Ich will den verschissenen Wagen doch nur mieten - nicht kaufen".
Letztendlich entscheiden wir uns für die Flucht über Frankreich. Ein morgendlicher Lauf hinunter nach Andorra la Vella bringt uns zum Bus, der bis an die Grenze Andorras (Durchmesser 60km) fährt. Eine Konsumlandschaft entschwindet unserem Blick, frohen Mutes blicken wir nach vorne. In unserer Tasche noch der Joker: wenn wir keinen Anschlussbus finden: laufen. Von Andorra immer bergab, nach Frankreich hinein. Und doch: ein Bus existiert. An der ersten französischen Zugstation warten wir. Es ist die Gelegenheit, wo Markus von einem geistig
Gestörten geschlagen wird. Wobei ich froh bin, dass er nicht zurückgeschlagen hat.
Weiter mit dem Zug in welchem wir die Gelegenheit haben, unsere Französischkennnisse zu demonstrieren. Markus redet mit Kopf, Hand und Herz und was sein Körper gestikalisch produziert führt beim Schaffner wenigstens dazu, uns günstige Fahrkarten zu verkaufen und uns davon abzuraten, in einem kleineren Ort auszusteigen und uns quer durchs Land zu schlagen. Denn es ist, so sagt er uns, Dimanche. Sonntag also (an anderer Stelle meine Erkenntnis, dass Di wohl doch nicht Dienstag heisst). Zwischenstation Toulouse. Weiter nach Bayonne, Küste vom Atlantik.
Spätabens kommen wir an und kaufen uns in einem Spezialitätenladen noch das, was Frankreich sonntagabend kulinarisch hergibt: Käse, Brot, Wein (den günstigen großen) und Wurst. Wobei der Franzose uns bei der Wurst zur günstigeren hin überredet. Nur in meinem Kopf: "Jungs, bei dem kulinarischen Niveau das ihr beim Wein an den Tag gelegt habt, wird Euch auch die günstige Wurst reichen". Weiter in Richtung Strand. Es ist stockdunkel und Markus kennt die Gegend -eigentlich. Was uns nicht davon abhält, Stunden auf der Suche nach dem Meer herumzuirren. Eine tote Gegend, alle Straßen leer, nur Mofas rasen kurios und suspekt durch die Gegend. Horchend (Markus) und kombinierend (ich) tasten wir uns ans Meer heran. Wobei ich das Meer nicht höre, Markus aber der Orientierungssinn abgeht ("Hey: diese Bahnstrecke führt der Richtung nach ins Meer. Dann kann da aber kein Meer sein"). Schließlich, gegend Mitternacht kommen wir am Meer an. Es ist saukalt und wir nehmen das letzte Nachtmal im Angesicht des dunkel grollenden Meers ein. Danach schlafen - hinter den Dünen an einem kleinen Feuer.
Wobei das im Februar überhaupt nicht angebracht ist. Gegen drei nachts, während mein Kopf noch versucht ist, den simplen Zusammenhang zwischen eisiger Kälte und Nichtschlafenkönnen zusammenzufügen, sehe ich schemenartig Markus, wie er weiteres Holz heranschafft. Klar im Vorteil ist also, wer mehr als zwei Sachen kombinieren kann.
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